Forensisch psychiatrische Gutachten

Wenn Menschen straffällig werden, stellt sich gelegentlich die Frage, ob dies mit einer seelischen Erkrankung oder psychischen Störung in Zusammenhang steht. In solchen Fällen erstellt Dr. med. F. Boudriot im Auftrag der zuständigen Behörden forensisch-psychiatrische Gutachten zur Frage der Schuldfähigkeit, der Rückfallgefahr und allfällig notwendiger Behandlungsmassnahmen, die die Rückfallgefahr der Betroffenen für erneute Delikte senken können.

Bei Menschen, die sich in solchen Behandlungsmassnahmen befinden, stellt sich zu gewissen Zeitpunkten die Frage, wie diese weiter ausgestaltet werden sollen, ob die entsprechenden Massnahmen noch notwendig sind und ob sie den gewünschten Effekt für den Betroffenen und die Gesellschaft gebracht haben. In solchen Situationen werden von den zuständigen Behörden Prognosegutachten in Auftrag gegeben.

Staatsanwaltschaften und Vollzugsbehörden können mich schweizweit für Aufträge zur forensisch-psychiatrischen Begutachtung telefonisch oder per E-Mail kontaktieren. Die Erstellungsdauer für solche Gutachten beträgt in der Regel 4-6 Monate, bei besonderer Dringlichkeit können individuelle Abgabetermine vereinbart werden.

Forensisch psychiatrische Therapie

Bei Menschen, die durch psychische Probleme mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind, werden zuweilen psychiatrische Behandlungen durch das Gericht angeordnet. Wir führen im Auftrag der Justiz sowohl ambulante Massnahmen (Art. 63 StGB) als auch Nachbetreuungen nach stationären Massnahmen (Art 59 StGB) durch. Erneute Delikte und damit Rückfälligkeit zu verhindern, ist dabei die zentrale Zielsetzung. Dies erreichen wir, in dem wir in der Behandlung die Ursachen der Delinquenz analysieren und die entsprechenden Problembereiche gezielt angehen. Zugleich werden durch die Therapie individuelle Kompetenzen gefördert und eine soziale Wiedereingliederung ermöglicht.

Für die betroffenen Patienten ist es wichtig zu wissen, dass zwischen uns als forensisch-psychiatrischen Therapeuten und der Justiz eine enge Zusammenarbeit mit eingeschränkter Schweigepflicht besteht. Nicht eingeschränkt wird durch die Transparenz dieses Sachverhalts idealerweise der Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung Patient-Therapeut. Insbesondere die Entscheidungen des Patienten für ein Vorgehen in der Behandlung zu berücksichtigen, gehört zum Wesen unserer Grundhaltung.